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The Working Woman 10.03.2025
🔦 5 Dark Social Marketing-Strategien für 2025 💐 Das neue Glass-Ceiling-Ranking 2025 und mehr vom Weltfrauentag 🤷 How To: Deine:n Chef:in verstehen lernen

Guten Morgen, Working Woman! ☕️
Seit über 10 Jahren arbeite ich im digitalen Marketing und habe alle Kanäle und Trends kommen und gehen gesehen. Eine meiner zentralen Erkenntnisse: Smartes Marketing sucht immer nach der besten Arbitrage-Opportunity und reizt diese aus, bis es sich herumspricht und alle anderen nachgezogen sind. In den letzten Monaten beobachte ich nun den Trend von messbaren, optimierten, hoch-kompetitiven Marketingkanälen hin zu subtileren, um-die-Ecke-Strategien. Diese haben zwar schon immer existiert, aber durch KI sind ganz neue Einsatzmöglichkeiten entstanden. Lass mich wissen, was du davon hältst.
— Maria
Die besten Marketingstrategien siehst du nicht. Während manche Brands Millionen in Ads stecken, gewinnen andere, ohne dass du es merkst – über private Chats, unsichtbare Shares und AI-gesteuerte Word-of-Mouth-Loops.
Das alles ist Dark Social und es ist kein illegales Black Hat Marketing, sondern beschreibt Kanäle, die sich der klassischen Attribution entziehen: private Nachrichten, geschlossene Gruppen, E-Mail-Weiterleitungen und Community-Chats.
Dark Social ist nicht neu. Was neu ist: AI macht zuvor manuelle oder Zufalls-getriebene Prozesse plötzlich skalierbar und effizient.
AboutYou setzte kürzlich auf eine clevere Dark-Social-Taktik: Ein Valentinstags-Rabattcode ließ sich nur aktivieren, wenn er per WhatsApp an eine andere Person weitergeleitet wurde – und sicherte AY gleichzeitig die Erlaubnis für zukünftige WhatsApp-Ansprache.
Das sind nur einige Dark Social Strategien (die ich interessant finde):
1. Engagement Seeding aka künstliche organische Reichweite
Strategisch platziertes Engagement sorgt dafür, dass Inhalte sich organisch verbreiten – aber ohne, dass sie als Werbung wahrgenommen werden.
AI-gesteuerte Fake-User posten, kommentieren und liken Inhalte auf Reddit, LinkedIn, Twitter oder Telegram. Sie starten Diskussionen, stellen Fragen und sorgen für ein Momentum, das echte User anzieht.
💡 Beispiel:
Ein Bot fragt in einem Reddit-Forum: „Kennt jemand eine gute No-Code-Automatisierung?“
Ein anderer antwortet: „Ja, [Firma XYZ] ist echt gut – hab’s getestet!“
Menschen springen darauf an, denken, es sei organisch, und verbreiten es weiter.
Agenturen für Upvotes auf Reddit z.B. können diese Dynamik verstärken – und Reddit-SEO sorgt dafür, dass solche Beiträge auch noch in den Google-Suchergebnissen auftauchen.
Tools: Phantombuster, AutoGPT, Make, Zapier.
2. Community-led Growth
Die beste Marketingstrategie? Die, bei der du zuerst gibst, bevor du etwas nimmst.
Anstatt Werbung zu schalten, setzen Marken auf Community-Led Growth: Sie beteiligen sich aktiv in relevanten Gruppen, teilen echte Insights und erarbeiten sich so Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Wer zuerst hilft, bevor er etwas anbietet, baut eine authentische Reputation auf.
💡 Wie es funktioniert:
Ein Experte tritt einer Recruiter-Slack-Community bei und bringt sich in Diskussionen ein.
Er beantwortet Fragen, teilt seine Erfahrungen und gibt hilfreiche, ehrliche Tipps – ohne Verkaufsabsicht.
Nach mehreren Wochen, wenn er als vertrauenswürdige Stimme wahrgenommen wird, teilt er seine eigene Dienstleistung oder Lösung.
Das funktioniert nur, wenn der Mehrwert echt ist. Wer zu früh pusht oder unecht wirkt, verliert das Vertrauen. Es geht nicht darum, Communities zu „nutzen“, sondern sie zu bereichern – und langfristig auch von ihnen zu profitieren.
3. Shadow Links und Zero-Click Content
Externe Links = Algorithmus-Killer. Die Lösung? Inhalte so platzieren, dass sie geteilt werden, ohne als Werbung erkannt zu werden.
💡 Beispiel:
„Dazu gibt’s übrigens eine spannende Studie – einfach mal nach ‘XYZ Research 2024’ googeln.“
Infografiken oder PDFs mit deinem eingebetteten Link, der von Algorithmen nicht erkannt wird.
Kommentar-Strategien, die Content in den Diskurs einbinden – statt ihn direkt zu promoten.
AI-Agenten können solche Shadow Links automatisch in relevante Diskussionen einbauen, ohne dass es künstlich wirkt.
Tools: Zapier, Make, ChatGPT für automatisierte Kommentar-Generierung.
Ich habe eine Premium Beauty-Marke beraten, die sich als Thought Leader für „Peptide“ etablieren will. Wir setzten einen KI-Agenten ein, der relevante Facebook- und Instagram-Diskussionen erkannte und mit hilfreichen Tipps und Studien-Insights antwortete – Fokus auf Mehrwert statt Werbung. Dasselbe funktioniert natürlich auf LinkedIn, wird aber oft eher missbraucht als strategisch klug genutzt.
4. Koordinierte DM-Kampagnen
Direkte Nachrichten sind entweder nerviger Spam – oder extrem hyper-personalisierte Conversation-Starter. Der Unterschied liegt in der Relevanz.
Die richtige Strategie: Erst Engagement, dann DM. Wer vorher über Wochen hinweg via HILFREICHEN Kommentaren mit einem/r potenziellen Kund:in interagiert, hat eine deutlich höhere Chance, dass eine DM gelesen wird.
💡 Beispiel: LinkedIn-Nachricht nach einem relevanten Post
„Habe deinen Beitrag zu Social Media Strategien 2025 gelesen – Strategie xyz probiere ich aus. Habe einen spannenden Report dazu gefunden - wenn’s dich interessiert, schicke ich gerne den Link.“
Ohne direkten Link. Erst die Antwort abwarten.
Tools: Phantombuster, No-Code-Automation.
5. Influencer Seeding aka Distribution über Multiplikatoren
Nicht jeder Influencer trägt „Influencer“ in der Bio. Die wirklichen Multiplikatoren sind oft Branchen-Insider, Podcaster oder Thought Leader, die Vertrauen in ihrer Zielgruppe genießen.
Statt klassischem Influencer-Marketing nutzen Marken gezielte Seeding-Strategien:
Exklusive Studien, Reports oder interne Insights für ausgewählte Personen.
Podcasts oder Interviews mit den Stakeholdern.
AI-gesteuerte Identifikation von „Hidden Influencern“, die sich noch nicht monetarisiert haben.
💡Beispiel: Rupa Health hat den „Root Cause Medicine Podcast“ gestartet, potenzielle Kund:innen als Interview-Gästinnen eingeladen und diesen danach Video-Ausschnitte für ihre Socials zukommen lassen. Zusätzlich haben sie die Podcast-Episoden an einen Verteiler von weiteren potenziellen Branchen-Multiplikator:innen via E-Mail versendet.
Das funktioniert besonders gut im B2B-Umfeld, wo es weniger klassische „Influencer“ gibt.
Tools: BuzzSumo, SparkToro, KI-Agenten für Targeting und Kommunikation.
Mein Take:
Dark Social war lange schwer messbar und geriet im Jahrzehnt günstiger, direkt attribuierbarer ROAS-Strategien in den Hintergrund. Doch jetzt, wo der Kampf um Aufmerksamkeit im sichtbaren Feed eskaliert, setzen smarte Unternehmen auf das, was sich dem klassischen Tracking entzieht.
Dark Social ist nicht neu – aber mit AI schneller, effektiver und skalierbarer als je zuvor. KI-Agenten erkennen, wo deine Marke erwähnt wird, identifizieren potenzielle Brand Advocates und automatisieren Community-Wachstum.
Aber:
Wer zu aggressiv pusht, fliegt aus Communities raus.
Wer es falsch macht, verliert Vertrauen und Kund:innen.
Wer es richtig macht, gewinnt Sichtbarkeit, die für den Wettbewerb unsichtbar bleibt.
Früher war Word-of-Mouth ein Glücksfall oder das Ergebnis gezielten Storytellings. AI macht es planbar – hyper-personalisiert, skalierbar und messbar. Und was KI erzeugt, kann KI auch tracken.
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Xoxo, Maria von The Working Woman
PS. Alle Antworten gehen direkt in meine Inbox und ich liebe es, E-Mails zu bekommen :)
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