The Working Woman 10.02.2025

💸 Ehe aus finanzieller Sicht: Alle Pros und Cons 🕸️ How To: Network Remotely 👩‍💻 Was tun bei too much Workload?

Guten Morgen, Working Woman! ☕️ 

Ich hatte keine Zeit für einen neuen Deep Dive diese Woche, daher gibt’s heute Themen aus meinem Archiv, die alle zeitlos sind und dein Leben hoffentlich ein bisschen besser machen.

Viel Spaß beim Lesen!

— Maria

Amuse Bouche

E.l.f. Beauty und andere Beauty-Riesen haben einen harten Start ins Jahr aufgrund des Holiday-Hangovers, Unsicherheit über TikTok-Zukunft und der LA Feuerkatastrophe. Die EU geht gegen Temu und Shein vor.

Was du über Ehe und Finanzen wissen solltest

Die Ergebnisse einer YouGov/Statista-Umfrage von 2019

„War ein kluges Mädchen, bis sie sich verliebt hat“, so ein Zitat aus SATC, das nicht nur der Protagonistin Carrie Bradshaw zu denken gibt. Immer häufiger liest man, dass Frauen überdurchschnittlich von Altersarmut betroffen sind und das Ehegatten-Splitting nicht mehr zeitgemäß und anti-feministisch sei. Lass uns also gemeinsam Pro und Contra einer Ehe aus finanzieller Sicht abwägen.

Pro-Argumente:

  • 20% der Befragten der YouGov/Statista-Umfrage geben an, dass Steuerersparnis ein guter Grund für die Eheschließung sei (und wer kennt nicht dieses Paar, das noch schnell im Dezember geheiratet hat). Dadurch könnt ihr eine gemeinsame Steuererklärung abgeben (gemeinsame Veranlagung) und solltet eigentlich dadurch Steuern sparen können.

  • Doch Vorsicht: Das Ehegatten-Splitting bringt eigentlich nur Steuervorteile, wenn der Gehaltsunterschied groß ist (hier eine Beispielrechnung) oder sogar nur einer von euch das Geld verdient. Daher auch die Kritik, dass dieses Gesetz aus den 1950er Jahren nicht mehr zeitgemäß sei, denn es incentiviert das Alleinverdiener-Hausfrauen-Modell - und das ist sowas von out.

  • Wesentliche Vorteile hat eine Ehe, sobald Kinder im Spiel sind und einer der Partner - meist die Frau - nicht mehr Vollzeit erwerbstätig ist. Die deutsche Gesetzgebung sichert dich in diesem Fall am Besten über das Konstrukt Ehe ab. Alternativ geht auch ein Partnerschaftsvertrag, ist aber auch irgendwie kompliziert.

  • Vorteile kann es auch beim Erbrecht und bei der Altersrente geben, wenn dem Partner etwas zustößt.

Und jetzt die Contra-Argumente:

  • Heiraten ist teuer und eine Scheidung auch. Und die Scheidungsquote liegt aktuell bei 39,9%.

  • Falsche Sicherheit: Dass ein Mann keine Altersvorsorge ist, brauche ich dir sicher nicht zu erzählen - andernfalls solltest du das gleichnamige Buch von Helma Sick lesen.

Take-away: Ich habe erst nach der Recherche begriffen, dass die größten finanziellen Nachteile, eigentlich nichts mit der Ehe an sich zu tun haben. Diese sind nämlich: Verminderte Erwerbstätigkeit, wenn du diejenige bist, die sich um die Kinder kümmert (du verdienst weniger, zahlst weniger in die Rentenkasse ein) und finanzielle Abhängigkeit (kein eigenes Konto, du überlässt die Geldangelegenheiten deinem Partner). Das sind Themen, die in jeder Partnerschaft vorkommen und problematisch werden können - Ehe hin oder her.

Was du also tun solltest/kannst:

  • Ehevertrag abschließen: Ein Ehevertrag kann zur finanziellen Absicherung dienen und auch nachträglich abgeschlossen werden, um finanzielle Nachteile bei Trennung oder Scheidung zu verhindern und die Aufteilung von Vermögen und Rentenansprüchen zu regeln.

  • Eigenes Konto führen: Du solltest (immer) dein eigenes Konto beibehalten und nicht ausschließlich auf ein gemeinsames Konto mit deinem Ehepartner angewiesen sein! Ich nutze z.B. das 3-Konten-Modell.

  • Gerechte Aufteilung: 50:50 die Miete aufzuteilen ist fair, wenn ihr etwa gleich viel verdient. Wenn aber einer Zuhause bleibt wegen der Kids, dann wäre es fair, wenn es einen Ausgleich dafür gibt - also z.B. die Rentenlücke durch einen Sparplan ausgeglichen wird. Fair wäre auch, wenn mal der eine, mal der andere in der Karriere zurücksteckt, um sich um die Kinder zu kümmern. Sprecht einfach darüber.

  • Notfallfonds aufbauen, um unvorhergesehene finanzielle Schwierigkeiten bewältigen zu können. Du kannst es auch als einen F*ck-you-Fund betrachten, du kannst unliebsamen Lebensumständen (Beziehung, Job, …) den Rücken kehren, wenn der Fond 3-6 Monate deiner Lebenshaltungskosten abdecken kann.

  • Finanzielle Bildung: Setze dich aktiv mit Finanzthemen auseinander, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Du solltest auch investieren, um dein Vermögen im Laufe der Zeit zu vermehren (bye Gender Wealth Gap).

  • Offene Kommunikation: Rede mit deinem Partner über eure finanziellen Ziele und macht Pläne. Hab keine Angst davor, gierig zu erscheinen, es geht um Fairness und das bist du deinem Zukunfts-Ich schuldig!

Und noch ein umfangreicher Money Talk zwischen Natascha Wegelin und Prof. Dr. Angelika Nake über Vermögen in der Ehe. [Ansehen…]

How To: Network Remotely

Networking hilft dir bei deinem beruflichen Erfolg. Es eröffnen sich oft Karrieremöglichkeiten, die sonst nicht zur Verfügung stehen würden, du bleibst über neue Trends in der Branche informiert, kannst von Wissen und Erfahrungen Anderer profitieren und bekommst eher Jobangebote. In den letzten Jahren ist Remote-Networking geradezu explodiert, da es dank LinkedIn, Zoom und E-Mails noch nie so einfach war, wie jetzt, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu pflegen. [Weiterlesen…]

Was tun, wenn der Workload too much ist?

Es gibt keinen Plural von Priorität. Das Wort Priorität bezeichnet laut Wikipedia den „Vorrang einer Sache gegenüber anderen Sachen“. Und trotzdem versinken wir alle in Arbeit und Tätigkeiten, die noch zu erledigen sind. Ich habe hier drei Artikel für dich herausgesucht, die vielleicht helfen:

Brain Snacks

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Xoxo, Maria von The Working Woman

PS. Alle Antworten gehen direkt in meine Inbox und ich liebe es, E-Mails zu bekommen :)

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